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20. Januar 2026
Meine Rolle hat sich stark verändert. Als ich vor über sechs Jahren bei applied eingestiegen bin, war ich der erste Designer und gleichzeitig der einzige. Das hatte viel Startup-Charakter, nur eben in einer Corporate Umgebung. Man macht Design, aber eben auch vieles daneben.
In den ersten Jahren ging es stark darum, Grundlagen zu schaffen. Prozesse aufsetzen, Tools einführen, Strukturen bauen und parallel fachlich enorm viel lernen. Ich habe jede Gelegenheit genutzt, mich weiterzuentwickeln, sei es über Artikel, Austausch mit anderen oder Konferenzen. Diese Phase hat meine Arbeitsweise bis heute stark geprägt.
Heute ist die Situation eine andere. Wir sind ein eigenes Design-Team mit unterschiedlichen Stärken und klareren Rollen. Viele Aufgaben, die früher bei mir lagen, werden heute zum Beispiel von Product Ownern übernommen. Dadurch kann ich mich stärker auf das konzentrieren, was meine Rolle heute ausmacht: Interface Design, Systemdenken und die Entwicklung von End-to-end Lösungen.
Remote-Arbeit funktioniert für mich sehr gut, weil sie bei applied klar strukturiert und bewusst gestaltet ist. Entscheidend sind feste Formate, klare Abläufe und ein gut abgestimmtes Toolset.
Im Alltag haben wir viele virtuelle Meetings, aber nicht einfach nur klassische Calls. Wir arbeiten in einem virtuellen Büro in dem Tool Gather. Unser aktuelles Setup ist ein großes Space Shuttle im Weltall, mit Arbeitsplätzen, Meetingräumen und auch einer Kaffee-Ecke. Das klingt erstmal spielerisch, ist es zum Teil auch, hilft aber enorm dabei, sich verbunden zu fühlen. Zusätzlich gibt es regelmäßige Austauschformate wie virtuelle Games-Lunches, Donut Chats und persönliche Treffen, wenn es geografisch passt. Ich selbst gehe auch regelmäßig in einen Coworking-Space in Graz, einfach für Abwechslung.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Toolset. Wir haben uns sehr früh Gedanken gemacht, wie Remote-Zusammenarbeit wirklich gut funktionieren kann. Heute wissen wir genau, welches Tool wir wofür nutzen. Es gibt klare Abläufe, Templates und viel Routine. Dadurch fühlt sich die Zusammenarbeit oft sogar effizienter an als klassisches Arbeiten vor Ort.
Lernen und persönliche Weiterentwicklung sind bei applied fest Teil der Unternehmenskultur. Das zeigt sich ganz konkret durch ein jährliches Weiterbildungsbudget, das flexibel für Zertifizierungen, Kurse oder Konferenzen genutzt werden kann.
Ich habe in den letzten Jahren ganz unterschiedliche Formate genutzt. Von einer Design-Konferenz in Berlin bis hin zu einem mehrmonatigen Zertifizierungskurs war alles dabei. Besonders schätze ich, dass Weiterbildung nicht nur ermöglicht, sondern auch aktiv unterstützt und ernst genommen wird.
Zusätzlich profitieren wir auch von den Weiterbildungsangeboten der zeb. Als applied Mitarbeitende können wir viele Formate innerhalb der zeb.group mitnutzen. Ein Highlight ist für mich die jährliche zeb.Uni in Münster. Zwei Tage, an denen Mitarbeitende aus dem zeb-Kosmos zusammenkommen, um voneinander zu lernen, Projekt-Erfahrungen zu teilen und neue Perspektiven mitzunehmen.
Ergänzend dazu gibt es interne Austauschformate. Im Design-Team beispielsweise haben wir bewusst Formate geschaffen, um voneinander zu lernen. Wenn sich jemand intensiver mit neuen Tools oder Methoden beschäftigt, wird dieses Wissen direkt im Team weitergegeben.
Das Spannende an der Bankenbranche ist für mich der Spagat zwischen sehr traditionellen Banken, die bei Innovation eher langsam unterwegs sind, und Fintechs oder Startups, die mit sehr neuen, oft radikalen Lösungen kommen. Als Designer bei applied bewegt man sich genau zwischen diesen beiden Welten.
Die Herausforderung dabei ist, Lösungen zu gestalten, die modern sind, aber trotzdem zur Zielgruppe unserer Kunden passen. Es geht nicht darum, die radikalste Innovation zu bauen, sondern Lösungen, die verstanden werden, Mehrwert bieten und im Alltag der Nutzenden funktionieren.
Herausfordernd sind dabei regulatorische und rechtliche Vorgaben. Sie schränken die gestalterische Freiheit ein und machen einfache Lösungen oft unnötig komplex. Das führt dazu, dass man regelmäßig abwägen und bewusst challengen muss, wo die Grenzen liegen.
Was das Bankenumfeld für mich trotzdem sehr reizvoll macht, ist die thematische Vielfalt. Baufinanzierung, Wertpapiersparen oder andere Finanzprodukte bringen jeweils ganz unterschiedliche Anforderungen, Zielgruppen und Nutzungsmuster mit. Genau diese Abwechslung sorgt dafür, dass die Arbeit spannend bleibt.
Eigenständiges Arbeiten ist für mich zentral, besonders im Remote-Setup. Dazu gehört, Verantwortung zu übernehmen und Themen selbstständig voranzutreiben. Genauso wichtig ist die Bereitschaft, sich in neue und oft komplexe Bereiche einzuarbeiten, gerade im Bankenumfeld. Lernbereitschaft und Neugier sind dabei wichtiger als ein bestimmtes Tool perfekt zu beherrschen.
Gleichzeitig finde ich es wichtig, sich aktiv mit den Möglichkeiten von KI auseinanderzusetzen. Ich merke im Alltag sehr stark, dass sich unser Rollenbild dadurch verändert und erweitert.
Hat dich das Interview von Max zu seinen Aufgaben und seinem Weg bei applied neugierig gemacht? Hier findest du weitere Infos zu deinem Einstieg bei applied.
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